Aus der Amazon.de-Redaktion
Riff-Piraten ist der letzte Film, den Hitchcock in England drehte, bevor er dem Ruf nach Amerika folgte. Genau wie der erste Film --
Rebecca --, den er für David O. Selznick in Amerika drehte, basiert
Riff-Piraten auf einer Romanvorlage von Daphne du Maurier. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts kommt eine junge irische Waise (Maureen O'Hara) zu ihrer Tante Patience (Marie Ney) nach Cornwall. Deren Mann Joss Merlyn (Leslie Banks) hat an der Küste eine Kneipe, in der nicht nur Strandräuber und anderes düsteres Pack wohnt, sondern in der auch seltsame Dinge vor sich gehen. Das Erstaunliche an den ganzen Vorgängen ist, dass niemals jemand erwischt wird, ja dass die Strandräuber sogar im Voraus erfahren, wann welche Schiffe vorbeifahren, die es sich zu überfallen lohnt.
Riff-Piraten spielt zu Zeiten von König Georg IV. und ist in erster Linie ein Kostümfilm, der voller wilder Fluchten, mitternächtlichem Entkommen und Herumschleichen über die Korridore der Kneipe und über Dächer ist. Dominiert wird der Film von Charles Laughton in der Rolle des Friedensrichters. Er spielt den Bösen, der manchmal am Rande des Wahnsinns zu sein scheint. Hitchcock selbst war von Riff-Piraten nicht so begeistert. Ihn störte vor allen Dingen, dass der Friedensrichter bereits am Anfang des Films und nicht erst am Schluss auftauchte. Trotzdem ist dieser Film ein Whodunit in bester Hitchcock-Manier, der sehenswert ist und in keiner Sammlung fehlen sollte. Produziert wurde Riff-Piraten übrigens von Charles Laughton und dem Deutschen Erich Pommer, den Hitchcock bei Arbeiten in Deutschland kennengelernt hatte. --Ursula Steingaß
Video Jakob Kurzinhalt
England im frühen 19. Jahrhundert: Die junge Mary zieht nach dem Tod ihrer Eltern zu ihrer Tante Patience, die mit ihrem Mann Joss an der felsigen Küste Cornwalls eine finstere Hafenspelunke betreibt. Schon bald stellt Mary fest, dass Joss der Anführer einer Bande von Piraten ist, die mit falschen Leuchtfeuern planmäßig Schiffe aufs Riff auflaufen lässt, die Besatzung ermordet und sich mit der Ladung aus dem Staub macht. Gleich an ihrem ersten Abend beobachtet Mary, wie die Bande ihr jüngtes Mitglied, Jem Trehearne, aufhängen will. Doch Mary gelingt es, die Schlinge zu zerschneiden und mit Jem zu fliehen. Jem ist ein Regierungsagent und lies sich in die Bande einschleusen, um ihr das Handwerk zu legen. Den Drahtzieher der Piratenbande, der stets erstaunlich gut über die Schiffsrouten informiert sein muss und von dem Joss seine Anweisungen erhält, kennt er bislang jedoch noch nicht. Mary und Jem werden von den Piraten verfolgt. Es gelingt ihnen, sich zu Baron Sir Humphrey Pengallan zu flüchten, einem wohlsituierten Gerichtsherren. Von dort aus will Jem Soldaten aus der nächsten Stadt anfordern. Beide ahnen jedoch nicht, dass Sir Humphrey der kongeniale Hintermann und Drahtzieher der Piraten-Bande ist.
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